1.4 Zehn Dinge, die man grundlegend falsch machen kann


1.4.1 Instabiles Website-Grundgerüst

Der Domain-Name ist das Aushängeschild für Ihre Website und daher enorm wichtig. Die Website stellt ein Grundgerüst für Ihre zukünftigen Aktivitäten im Online-Marketing dar. Sie muss also grundlegenden Anforderungen entsprechen. Bei derart prinzipiellen Entscheidungen gibt es einige Fehlerquellen, die wir Ihnen hier aufzeigen.

Falsche Domain-Endung (Top-Level-Domain)

Der Domain-Name besteht aus einer Top-Level-Domain, z.B. de, und der Second-Level-Domain, z. B. spiegel. Damit ergeben sich Domain-Namen wie spiegel.de. Häufig sieht man hier Websites, die Experimente mit der Top-Level-Domain wagen. So wird z. B. die Domain-Endung .com häufig auch für deutsche Websites genutzt, oder man hat aus lauter Verzweiflung auf die Endungen .info oder .org zurückgegriffen, weil andere Domain-Namen schon belegt waren. Seit 2013 sind zudem weitere Endungen erhältlich, bei den sogenannten Generic Top-Level-Domains z. B. .shop, .blog, .web oder .berlin. Wir empfehlen als Top-Level-Domain für Ihre deutsche Website die .de-Endung. Deutsche Nutzer können sich diese Website-Adressen besser merken und fühlen sich in der Regel besser aufgehoben. Zudem haben Sie einen Bonus für die Auffindbarkeit in Suchmaschinen. Wenn Ihr Angebot den gesamten deutschsprachigen Raum (DACH-Region) anvisiert, empfehlen wir Ihnen, drei unterschiedliche Domains zu belegen (.de, .at, .ch). Auch wenn schon über 16 Mio. .de-Adressen vergeben sind: Werden Sie kreativ, und suchen Sie nach einem guten Domain-Namen mit dieser Endung. Notfalls lassen einige Website-Betreiber auch mit sich über einen Domain-Verkauf verhandeln.

Schwierige Schreibweise der Domain

Verzichten Sie beim Domain-Namen auf schwierige Schreibweisen. Denken Sie daran, dass Websites auch über Mundpropaganda weiterempfohlen werden. Ist Ihre Website-Adresse sehr lang oder unaussprechlich, wird sich niemand länger als ein paar Minuten daran erinnern. Zudem kann das Eintippen des Domain-Namens zur Hürde werden.

Ein Beispiel gefällig?
www.dieseverdammtlangeurlkannsichjasowiesokeinschweinmerken.de

Die Domain gibt es tatsächlich und sie verdeutlicht sehr anschaulich das Problem mit schwierigen und langen Domain-Namen. Gerade bei Kampagnen in Offline-Medien, die auf eine Website hinweisen, tritt diese Problematik auf. Hier können Sie mit Domain-Namen arbeiten, die speziell für eine Kampagne verwendet werden und auf Ihre eigentliche Website (mit sehr langem Domain-Namen) weiterleiten. So werden Nutzer, die www.db.de aufrufen, auf die Website der Deutschen Bahn weitergeleitet.

Domain-Namen werden oft aus Gründen der Suchmaschinenoptimierung (SEO) registriert. Diese Domain-Namen enthalten dann häufig gesuchte Begriffe, wie z. B. Rezepte, und werden als Keyword-Domain bezeichnet. Suchte man früher nach diesen Begriffen bei Google, wurden viele solcher Domains auf den ersten Positionen angezeigt. Inzwischen platziert Google auf den ersten Ergebnissen jedoch eher die Websites, die wirklich relevante Inhalte zu den Themen zur Verfügung stellen, da viele dieser Keyword-Domains nicht das beste Suchergebnis darstellten. Wir raten Ihnen daher ab, für Ihr Unternehmen auf solche Keyword-Domains zu wechseln oder viele solcher Domains zusätzlich zu registrieren, da diese Benennung für Kunden und wiederkehrende Besucher häufig auch nur schwer zu merken sind. Behalten Sie also den bestehenden Domain-Namen ruhig bei, falls Sie schon eine Website haben, und konzentrieren Sie sich auf wichtigere Dinge, wie z. B. das Nutzerlebnis und den inhaltlichen Mehrwert.
(Quelle: Erfolgreiche Websites, Esther Keßler, Stefan Rabsch, Mirko Mandic, Rheinwerk Verlag Bonn, 2019 - Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Rheinwerk Verlags)

Weitere Themenbereiche - ein kleiner Einblick in das Buch: 

1.4.1 Instabiles Website-Gerüst
1.4.2 Die falsche Zielgruppe
1.4.3 Website-Steuerung im Blindflug
1.4.4 Die größten Usability-Fehler - benutzerfreundliche Webseiten

1.4.5 Suchmaschinenunfreundliche Webseiten
1.4.6 Ineffiziente Suchmaschinenwerbung
1.4.7 Misslungenes Bannermarketing
1.4.8 Unwirksames E-Mail-Marketing
1.4.9 Unentdecktes Potenzial
1.4.10 Unzureichende Monetarisierung
1.5 Online-Marketing per Agentur




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